Die Verteidigungsindustrie befindet sich in einer für sie ungewohnten Lage: Die Nachfrage ist gesichert, die Auftragsbestände reichen weit. Die operative Frage lautet nicht mehr, wie Aufträge gewonnen, sondern wie sie termingerecht abgearbeitet werden.
Das verschiebt den Engpass in die Fertigung. Serienfertigung und Rampenmanagement — Taktabstimmung, Kapazitätsaufbau, Lieferantensynchronisation, Qualifizierung — bestimmen die Marktposition der nächsten 24 Monate stärker als jede Vertriebsanstrengung.
Die Konsequenz ist unangenehm für die Steuerungslogik vieler Häuser: Der kritische Pfad liegt nicht mehr im Auftragseingang, sondern im Durchsatz. Kennzahlensysteme, die weiterhin den Auftragseingang in den Mittelpunkt stellen, messen die falsche Größe.